Forum Migration Oberwallis

Geschichte

Vereinsgeschichte Flüchtlingshilfe / Forum Migration Oberwallis

1981 ist das Asylrecht in Kraft getreten, nachdem es in der Abstimmung angenommen worden ist. In der Folge wurde dann Ende 1988 das Flüchtlingsheim in Visp eröffnet.

Zu der Zeit waren hauptsächlich türkische Kurden im Heim. Die führten Anfang 1989 einen Sitzstreik durch nach der Messe in der Bruder Klaus Kapelle hier in Visp in der Hoffnung, dass die Pfarrei ihnen Hilfe erstattet. Sie wollten Deutschunterricht und mehr beraterische Unterstützung. Engagierte Visper nahmen sich dem Anliegen an. Und somit kam es am

07.03.1989 zur Gründung Vereinigung für Flüchtlingshilfe Oberwallis

Gründungsmitglieder waren:
Als Präsident Eckhart Altemüller, der damalige ev.-ref. Pfarrer von Visp, weiter die drei Anwälte Thomas Burgener, Nino Mengis, Hans-Peter Jaeger, die dem Verein auch als juristische Berater dienten, dazu Arzt Dr. Bernhard Aufdereggen als ärztlicher Berater, weiter Rosmarie Zumofen damalige Leiterin des SMZ, Annie Herger von der Sozialhilfe der Lonza, Martha Trenkwalder, Christoph Burgener, Meryem Kutbay, die als Übersetzerin eintrat, und die drei Pfarreiratsmitglieder Marinus Furrer, Pius Wyer und Lucia Casella

08.05.1989 wurde mit den Deutschkursen für Asylbewerber/innen begonnen

Erste Deutschlehrerinnen: Gaby Pock, Margret Hartl, Frau Andenmatten, dann Annie Herger und weiter Barbara Jaeger, Daniela Moser und Anneliese Hauser.

In diesem ersten Jahr wurde dann auch schon im Juni 1989 das erste Flüchtlingsfest auf dem Kaufplatz durchgeführt.

03.05.1990 - 1. GV

Dez. 1990 Weihnachts-Sammlung für Operation von Islam Towhidul aus Bangladesch. Er konnte kaum laufen, hatte einen Klumpfuss. Ergebnis der Sammlung Fr. 40‘000.- und später noch zusätzlich 15‘000.-. Islam Towhidul erschien vor einigen Jahren am Fest der Kulturen. Er wohne jetzt in Deutschland, habe Familie und es gehe ihm sehr gut und er sei uns sehr dankbar.

06.02.1992 - Podiumsveranstaltung im La Poste mit dem damaligen Direktor des BFF Peter Arbenz. Über 500 Personen sind gekommen, denn Asylproblematik - es war ein heisses Thema. Und immer noch heute ...

26.11.1994 führten wir eine öffentliche Arbeitstagung durch „Mit Fremden leben“

Daraus entstand unter anderem die Gründung des Forum Oberwallis (nicht Forum Migration). Es ging um die Zusammenarbeit/Vernetzung der mit Ausländern tätigen Organisationen im Oberwallis, so die Flüchtlingshilfe, Rotes Kreuz, Amnesty International, Nord-Süd-Forum, Caritas, Interteam, Dritt-Welt-Laden, Kurdenhilfe von J.-M. Perrig, das SMZ, die Gesundheitsberatung und die Leitung des Flüchtlingsheims Visp.

Regelmässig wiederkehrende Anlässe in den ersten Jahren des Flüchtlingsvereins waren

Ende 1994 Abschied von erstem Präsident Eckhart Altemüller. Er geht als Pfarrer der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinde weg von Visp. Eckhart war die 5 Jahre sehr engagiert. Niemand wollte seine Nachfolge übernehmen. Kritischer Moment - Vereinsende?

Die Deutschlehrerinnen Daniela Moser und Barbara Jaeger, erklären sich in der Folge bereit für Präsidentinnen ad interim.

Im März 97 übernimmt Barbara Jaeger das Präsidium. Sie blieb Präsidentin für zwei Jahre bis 11.01.1999.

Januar 1999 übernimmt Anneliese Hauser-Volken das Präsidium (bis 2006)

12.03.1999 Info-Abend über Flüchtlingsproblematik Ruth-Gaby Vermot, Nationalrätin und Europarätin spricht über ihre Reise nach Kurdistan Türkei und die Kurdenproblematik Robert Jaggi vom Kant. Sozialdienst informiert über Kosovo-Flüchtlinge im Wallis. Die Vielzahl der Kosovo-Flüchtlinge erweckte Ängste.

Es kamen durch den Krieg viele Flüchtlinge aus dem Kosovo auch ins Oberwallis. Das Flüchtlingsheim konnte sie nicht alle aufnehmen. So wurden sie in den Baracken im Bockbart beim Ausgang/Eingang des Vispertaltunnels einquartiert. Zusammen Präsidentin und Deutschlehrrinnen organisierten wir ein Treffen in den Baracken, um mit diesen Flüchtlingen zu sprechen. Es ergab sich, dass das genau der Tag war, an dem in der vorhergehenden Nacht die Kriegs-Bombardierung begann. Die Flüchtlinge waren total verängstigt. Wir hatten selbst das Gefühl mitten im Krieg zu stehen, ein Krieg, der seit dem zweiten Weltkrieg erstmals wieder in Europa stattfand, so nahe.

Als wir im Versammlungsraum eintrafen, kamen nur die Männer. Wir verlangten, dass wir auch mit den Frauen sprechen wollen. Die Frauen wurden geholt. Nick Iseni war auch unter den Flüchtlingen. Da er früher schon mal in Deutschland gearbeitet hatte, konnte er als Übersetzer auftreten. Ansonsten wäre ein Gespräch nur schwerlich möglich gewesen. Nick ist uns noch heute erhalten als Übersetzer und über all die Jahre als grosser Helfer.

In jenem Jahr haben wir für das Flüchtlingsfest die kosovarische Tanzgruppe vom Kosovo Kulturverein in der Schweiz eingeladen. Wunderschöne, eindrückliche Tänze. Es entstand eine unglaubliche Stimmung auf dem Kaufplatz, dadurch, dass die vielen kosovarischen Flüchtlinge wieder etwas Heimat gespürt haben.

07.03.2002 Info-Abend im La Poste mit Brigitte Hauser-Süess, der damaligen Informationsbeauftragten des BFM (Bundesamt für Migration). Auch wieder ein gut besuchter Anlass. Wir haben uns bemüht, jährlich ein bis zwei Informations-Anlässe für die Oberwalliser Bevölkerung durchzuführen für eine bessere gegenseitige Akzeptanz von Einheimischen und Ausländern. Hier in dieser Auflistung sind nur wenige der Anlässe als Beispiel erwähnt.

Im Jahr 2003 war wieder Thema Krieg mit Folgen von Flüchtlingen. Der Irak-Krieg. Im Februar 2003 fand eine Kundgebung auf dem Kaufplatz gegen den Irak-Krieg statt. Wir haben mit Irak-Flüchtlingen daran teilgenommen.

Durch den Kosovo Krieg und den Irak-Krieg stieg die Zahl der Flüchtlinge im Oberwallis von sonst ca. 350 auf über 500. Es entstand ein immer grösseres Bedürfnis für Beratung. Schon all die Jahre nebst der rechtlichen Beratung der Anwälte und der ärztlichen Beratung haben die Deutschlehrerinnen auch Betreuung und Beratung gegeben. Wir suchten immer wieder diesbezüglich für eine Lösung. Ohne Erfolg blieb die gemachte Möglichkeit im SMZ. Die Asylbewerber/innen gingen nicht dorthin. Dafür kamen sie immer mehr privat nach Hause, zur Präsidentin des Vereins. Es musste dringend eine öffentliche Anlaufstelle und ein Koordinationsbüro für die Feste und Projekte gegründet werden. Mit Hilfe von Madeleine Kuonen, Delegierte Dialog Nord-Süd, konnte Anneliese Hauser-Volken als Präsidentin des Vereins nach viel Arbeit und nach Suchen für Finanzhilfe am

10.05.2003 - das Büro Forum Migration Oberwallis eröffnen und sie hat dieses in der Folge als Geschäftsleiterin geführt. Die Beratung erfolgte nun für alle Ausländer.

Mit der Zeit war es mit der Zunahme der Tätigkeiten nicht mehr möglich, dies allein mit den zur Verfügung stehenden 50 % zu bewältigen. Im Mai 2005 erfolgte somit die Anstellung der Mitarbeiterin Daniela Zenklusen Jossen, Sozialarbeiterin. Die Finanzen langten zwar aber kaum dafür. Wir haben es einfach gewagt und irgendwie haben sich dann doch finanziell Türen geöffnet.

Im Juni 2005 wird das Fest der Kulturen Regenbogenwelt (ehemals Flüchtlingsfest) neu zusammen mit rro durchgeführt. Wir organisierten zusammen mit rro nebst dem Fest der Kulturen eine ganze Projektwoche "Kulturelle Vielfalt als Chance": Die Woche beinhaltete unter anderem eine Podiumsdiskussion mit Thomas Kessler, Integrationsbeauftragtem der Stadt Basel, (Frau Gass vom cfd Christl. Friedensdienst und Jacques Rossier, Informationsbeauftragter Kt. Wallis). Das rro brachte die ganze Woche Themen zu Flüchtlingen und Ausländern.

11.05.2006 an der GV erfolgt die Umwandlung der Vereinigung für Flüchtlingshilfe in den Verein Forum Migration OW mit neuen Vereins-Statuten. Die Tätigkeit umfasste schon seit 2003 nicht mehr nur den Flüchtlingsbereich, sondern allgemein die Ausländer. Und viele Flüchtlinge haben in der Zwischenzeit auch Aufenthaltsbewilligung erhalten und waren nicht mehr Asylbewerber/innen.

2006 Übergabe der Geschäftsleitung von Anneliese Hauser-Volken an Daniela Zenklusen Jossen.

Febr. 2009 übernimmt Sabine Salemink-Fankhauser die Geschäftsleitung

Daniela Zenklusen Jossen wird Verantwortliche für die Integrationsstelle Agglo Brig-Naters-Visp. Diese wird seit anfangs Februar 2009 von den drei Gemeinden zusammen mit dem Kanton Wallis finanziert. Das FMO wurde von den drei Gemeinden mit einem auf 3 Jahre befristeten Mandat beauftragt. Daniela Zenklusen Jossen arbeitet seit Februar 2009 zu 50% für die Integrationsstelle. Für die Projektleitung ist Paul Arnold verantwortlich.

2010 GV

Daniel Zenhäusern tritt aus dem Vorstand zurück. Marcel Stucky aus Naters wird als neuer Rechnungsführer gewählt. Rita Eyer aus Naters wird neu in den Vorstand gewählt. Daniela Zenklusen Jossen gibt ihr Stimmrecht im Vorstand aus Gründen der Unvereinbarkeit mit ihrer Arbeit in der Integrationsstelle ab, arbeitet aber weiterhin mit im Vorstand. Die langjährige und bewährte Revisorin Frieda Volken stellt ihr Amt zur Verfügung.

Ab November 2010 besteht auch die Integrationsstelle „Inneres Mattertal“, Trägerschaft sind die Gemeinden Zermatt/Täsch/Randa, Leiterin Frau Patrizia Zuber.

2011 GV - Christa Furrer-Treyer, Ausserberg, übernimmt das Präsidium von Teresa Stoffel Jossen. Vorstandsmitglieder:

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Christa Furrer-Treyer, Präsidentin Anneliese Hauser-Volken, Vizepräsidentin Thomas Burgener, Visp Benno Meichtry, Agarn Rita Eyer, Naters

15. Mai 2012 GV im Forum Migration Oberwallis

Frau Cristina Agola wurde für administrative Arbeit zu 20% angestellt.

Jahresbericht 2012 der Stellenleiterin Sabine Salemink

Sie stellt kurz ihre vielseitige Arbeit vor: jeweils Dienstag und Donnerstag ist das Forum geöffnet; nachmittags für Besuche, Beratungen und Gespräche und vormittags für Telefonanrufe sowie auch angemeldete Termine. Frau Salemink stellt einige Projekte vor: Deutschkurse, Kulturpaten, Mukideutsch, Frauentreff, Femmes Tische, Tag der Religionen, Fremde unter uns u.a.

Jahresbericht 2012 der Leiterin Vermittlungsstelle für Interkulturelles Übersetzen

Frau Rita Eyer ist Leiterin der Vermittlungsstelle für Interkulturelles Übersetzen und Vermitteln. Die Vermittlungsstelle für interkulturelles Übersetzen und Vermitteln ist die Anlaufstelle für Institutionen sowie auch private Anfragen; diese ist seit September 2011 im Angebot. Die Nachfrage steigt.

Die Realisation ist aber auch nur möglich mit kantonalen Subventionen; durch ungenügende Subventionen weist diese Stelle einen Verlust aus im Jahre 2012 und durch diese finanzielle Situation mussten Projekte zurück gestellt werden. Auch mussten Ausbildungen der Übersetzer aus finanziellen Gründen verschoben werden für ins Jahr 2014.

Jahresbericht 2012 Integrationsstelle Inneres Mattertal

Die Stelle besteht seit November 2010, Trägerschaft sinddie Gemeinden Zermatt/Täsch/Randa. Das Jahr 2012 war ein etwas schwieriges Jahr, bedingt durch den Unterbruch der Stelle durch den Weggang von Patrizia Zuber. Die Integrationsstelle arbeitet eng zusammen mit dem Forum Migration Oberwallis und der Integrationsstelle Brig-Visp-Naters. Roger Kalbermatter leitet neu die Integrationsstelle Inneres Mattertal (später übernimmt die Leitung Damian Volken und ab Januar 2015 folgt auf ihn Eva Jenni).

GV 23. Mai 2013 im "Dilei – Meschlersaal"", Susten

Der Vorstand wird wiedergewählt: Christa Furrer-Treyer, Präsidentin; Anneliese Hauser-Volken, Vizepräsidentin; Rita Eyer; Benno Meichtry; Thomas Burgener

Die Zenhäusern Treuhand AG stellt sich als Revisorin zur Wiederwahl. Referat mit Herrn Rolf Eggel von der Dienststelle für Bevölkerung und Migration zum Thema: "Das kantonale Integrationskonzept 2014"

Im neuen Integrationskonzept 2014 wird die Integrationsstelle Brig-Visp-Naters vom Forum Migration OW getrennt und hat als RIO (Regionale Integrationsstelle Oberwallis) mit Daniela Zenklusen Jossen neu in Brig ein Büro. Das FMO ist nur noch für Integrations- Projekte zuständig und führt die Beratung der Asylbeweber/innen weiter. Die Beratung von Ausländern mit Niederlassungsbewilligung wird nicht mehr vom FMO ausgeführt, sondern vom RIO. Diese Änderungen haben eine grosse finanzielle Auswirkung auf das FMO. Eine Weiterführung des FMO wird diskutiert. Es wird entschieden, vorläufig die Ausführung der Projekte weiterzuführen. Wichtig ist auch die Weiterführung der Beratung der Asylbewerber. Die Jura-Studentin Susanne Anthamatten wird für die Beratung eingestellt, jeweils einmal pro Woche, Freitagnachmittag.

10.04.2014 GV im Jazz-Chälli in Visp

Vor 25 Jahren wurde der Verein Flüchtlingshilfe gegründet, und die Nachfolge-Organistation FMO gibt es seit rund 10 Jahren.

28. Mai 2015 GV im Altersheim St. Martin in Visp

Präsidentenwechsel: Auf die Ausserbergerin Christa Furrer-Treyer, folgt Benno Meichtry aus Agarn. Rita Eyer scheidet aus dem Vorstand aus. **Neu nehmen Arta Iseni und Benjamin Zeiter im FMO-Vorstand Einsitz. Anneliese Hauser-Volken und Thomas Burgener werden weiterhin im Vorstand bestätigt. Als Revisorin wird Frau Andrea Salzmann-Karlen gewählt, Frau Christa Furrer-Treyer als Ersatzrevisorin. Frau Cristina Agola hat 2014 ihre Stelle administrative Arbeit gekündigt. Frau Sabine Salemink hat auf Ende 2014 ihre Stelle als Projektleiterin FMO gekündigt. Petra Carlen hat auch auf Ende 2014 ihre Stelle als Leiterin der Deutschkurse gekündigt. Neu wurde Herr Peter Treyer als Nachfolger von Sabine Salemink, Petra Carlen und Cristina Agola angestellt. Projektleiter und administrative Verwaltung.

Präsidenten/Präsidentinnen seit der Gründung des Vereins

Terbinerstrasse 3 • Postfach 181 • 3930 Visp • Tel 027 946 82 85 • info@forum-migration.ch


Telefonisch erreichbar:
Montag, Dienstag, Donnerstag
und Freitag

Büro Öffnungszeiten:

Allgemeine Fragen:
Dienstag 14.00h - 16.00h
oder nach Vereinbarung

Juristische Beratung für Permis N und Permis F v.a.A. (vorläufig aufgenommene Ausländer):
Samstag 10.00h - 12.00h
oder nach Vereinbarung